Was ist Tee?

Unser Tee

Tee ist eines der ältesten Getränke. Rund um die Welt, durch viele geographischen und klimatischen Zonen unserer Erde wächst der Tee. Unter Bedingungen, die unterschiedlicher nicht mehr sein können. An Temperatur, Niederschlag, Bodenbeschaffenheit, Höhenlage usw.  Und so groß ist auch seine Vielfalt als genussvolles und gesundes Getränk. Für jede Tageszeit, für jeden Geschmack, für jeden Geldbeutel ist ein Kraut namens Tee gewachsen. Gerne helfen wir dabei, die Welt des Tees zu erkunden, zu genießen und zu nutzen. Jeden Tag aufs neue und in allen Jahreszeiten.

Ihr Team aus dem Teepott

Die Teepflanze

Tee (Thea sinensis) ist eine immergrüne Pflanze und gehört zur Familie der Kamelien. Die Botaniker kennen drei eng verwandte Sorten. Tee aus China, aus Assam und aus Kambodscha, die alle kommerzielle Verwendung finden.

Die Chemie des Tees

Die Blätter der Thea sinensis enthalten u.a. Aminosäuren, Gerbstoffe, Spurenelemente, Vitamine, ätherische Öle und Koffein (Teein), die dem Tee seine typische Farbe und seinen besonderen Geschmack geben. Der in den Blättern enthaltene Wasseranteil wird beim Welken auf 60-70 % reduziert. Während der Fermentation (oder Oxydation) bei der Herstellung von Oolong und schwarzem Tee oxidieren die Gerbstoffe unter Beihilfe von Fermenten und Luftsauerstoff zu Thearubigen und Theaflavin. Dadurch entstehen der einzigartige Geschmack und die dunkle Färbung des aufgebrühten schwarzen Tees, der durch die Umwandlung der Gerbstoffe weniger bitter schmeckt als der grüne, unfermentierte Tee. Durch das Trocknen wird die Oxidation gestoppt und das Wasser auf 3% reduziert. Der schwarze Tee hat ein sehr komplexes Aroma. Über 550 chemische Substanzen hat man bisher identifiziert, darunter Hydrocarbonate, Alkohole und Säuren. Die meisten bilden sich während der Herstellung, und jede einzelne trägt zum Aroma bei. Überwiegend hängt der Geschmack aber von den Gerbstoffen (Polyphenol-Bestandteile) und dem Koffeingehalt ab.
Koffein (Teein) ist einer der wichtigsten Bestandteile des Tees. Er wirkt als mildes Stimulans und erhöht die Aktivität der Verdauungssäfte. Alle Teesorten –  grüner, schwarzer und Oolong-Tee – enthalten Koffein (Teein), jedoch in unterschiedlichen Mengen. Grüner Tee hat weniger Koffein als Oolong, und Oolong weniger als Schwarztee. Man schätzt den Koffeinanteil einer Tasse grünen Tees auf ca. 8,3 mg. Oolong (halbfermentierter Tee) hat 12,5 mg und schwarzer Tee enthält 25-120 mg. Eine Tasse Kaffee enthält dagegen 60-120 mg. Wer also wenig Koffeein möchte, sollte die hellen, leichten Aufgüsse von grünen und Oolong-Tees trinken. Wichtig ist zu wissen, dass im Unterschied zum Kaffee, wo das Koffein schnell vom Körper aufgenommen wird und sofort Herz und Kreislauf anregt, die im Tee enthaltenen Gerbstoffe die Wirkung des Koffeins abpuffern und hauptsächlich indirekt, also über das sanfte Anregen von Magen und Darm wirken. Dadurch wirkt der Tee langsamer und länger als erfrischendes und belebendes Getränk für Leib und Seele.

Grüner Tee

Der grüne Tee ist der Ur-Tee. Er stammt von derselben Pflanze wie der schwarze Tee – meist von der Thea sinensis, wird aber bei der Verarbeitung nicht fermentiert, sondern nach dem Welken nur getrocknet. So erhält das Teeblatt seine olivgrüne Farbe.

Grüner Tee ist ein wahres „Wundermittel“ für die Gesundheit: Er wirkt ausgezeichnet gegen Müdigkeit und geistige Erschöpfung. Sein medizinischer Wert konnte mittlerweile auf wissenschaftlichen Wegen nachgewiesen werden; so zum Beispiel sein hoher Vitamin-C- und Kalziumgehalt, seine Magenreinigungsfunktion, seine kariesvorbeugende Wirkung sowie seine Fähigkeit, die Blutzirkulation anzuregen.

Eine Untersuchung der Hamburg-Mannheimer-Stiftung für Informationsmedizin, Erlangen, ergab: Täglich getrunken, beeinflusst der grüne Tee die Blutfette so günstig, dass er einem Herzinfarkt vorbeugen kann. Und nicht nur das: Auch die Leberwerte können sich durch das Getränk verbessern! Diese interessante Entdeckung machten japanische Wissenschaftler in einer Untersuchung, die sie an 1371 Männern (alle über 40 Jahre) durchführten.

Je mehr Tee die Patienten tranken, umso stärker senkten sich die Cholesterin- und Triglyceridwerte im Blut. Gleichzeitig stiegen die herz- und gefäßschützenden HDL-Cholesterinwerte und die eher ungünstigen LDL-Cholesterinwerte sanken, was einem Herzinfarkt vorbeugen kann.

Rotbusch Tee

In Südafrika, wo dieser Tee in ca. 450 m Höhe wächst, nennt man ihn auch „Rooitea“ oder „Rooibos Tea“. Er gehört zu den Schmetterlingsblütlern (Aspalathus linearis). Er zeichnet sich durch seine weiche und aromatische Tasse sowie hohe Ergiebigkeit aus. Rotbusch Tee ist in Südafrika ein beliebtes Volksgetränk, das von jung und alt, in vielen Variationen, heiß oder kalt, zu jeder Tageszeit getrunken wird. Er hat einen niedrigen Tanningehalt, hohen Mineralstoffgehalt, viel Vitamin C und ist koffeinfrei. Fast alle unsere Rotbuschtees kommen aus kontrolliert biologischem Anbau

Honigbusch Tee

Der Honigbuschtee oder Honeybush (Cyclopia genistoides) ist eine wildwachsende südafrikanische Pflanze, früher als Schwarztee-Ersatz verwendet und geschmacklich nahe dem Rotbusch – frisch im Geschmack, klare Tasse.
Honigbusch ist koffeinfrei und enthält ätherische Öle und Gerbstoffe. Wegen der leichteren Zubereitung führen wir ihn in Mischungen mit dem Rotbuschtee.

Mate

In vielen Ländern Lateinamerikas ist Mate Nationalgetränk. Jeder neue Tag beginnt mit einem erfrischenden, stärkenden Matetrunk. Mate enthält Koffein und Theobromin. Es regt an, aber nicht auf – selbst nach dem Genuss vieler Tassen. Mate gibt es grün, geröstet oder als aromatische Mischung mit Kräutern und Früchten – stets überrascht er durch seine typische, ungewöhnliche Note.

Lapacho

Der „Rote Lapacho“ (Inka-Tee), ein bekömmliches, wohlschmeckendes und zugleich erfrischendes Getränk, wird aus der inneren roten Rinde des argentinischen Lapacho- baumes gewonnen.